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Messung, Verdichtung, Druckregelung, Odorierung: So gelangt das Biogas ins Netz
Um das klimaschonend erzeugte Biogas den Verbrauchern verfügbar zu machen, muss es ins Gasnetz eingespeist werden. Was die NBB dafür tut, erfahren Sie hier.
Zwischen 2008 und 2013 hat die NBB in Berlin und Brandenburg zehn Biogasanlagen und Rückverdichterstationen an das Gasnetz angeschlossen. Bis Ende 2016 ist diese Zahl auf 13 angewachsen.
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Die NBB ist, wenn eine neue Bio-Erdgas-Erzeugungsanlage errichtet wird, schon bei der Planung mit an Bord. Sie führt zu Beginn eine Netzanschlussprüfung durch; dazu gehören eine Nachrechnung der geplanten Kapazitäten der Anlage, die Prüfung und Planung kapazitätserhöhender Maßnahmen sowie die Überprüfung der angegebenen Gasbeschaffenheiten. Die NBB übernimmt auch die Planung der gesamten Elektro-, Mess-, Steuer-­ und Regelungstechnik der Einspeise-Anlage.

Ein wesentlicher Bestandteil des NBB-Portfolios ist außerdem die Erstellung der Genehmigungsunterlagen gemäß Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG). Die Ausführungsplanung des Netzanschlusses übernimmt die NBB ebenso wie die Inbetriebnahme der Einspeise-Anlage. 

Was geschieht mit dem Biogas vor der Einspeisung?

Die Qualität des Rohbiogases kann schwanken, beispielsweise aufgrund einer veränderten Zusammensetzung der Ausgangsstoffe (veränderter Substratmix). Das Rohbiogas muss behandelt und aufbereitet werden, um es am Ende in das Erdgasnetz einspeisen zu können. Bei der Aufbereitung kommen verschiedene Verfahren zum Einsatz.

ln einer ersten Stufe wird das Gas dabei getrocknet. Im zweiten Schritt  wird das Gas von Schwefel und anderen Verunreinigungen befreit. ln der dritten Stufe schließlich werden die verbliebenen Hauptbestandteile Methan (CH4) und Kohlendioxid (C02) voneinander getrennt. Im Anschluss daran beginnt der Aufgabenbereich der NBB.

Am Anfang steht die Konditionierung, die dem Zweck dient, das aufbereitete Biogas dem jeweils aktuellen Brennwert  im Gasnetz anzupassen. Die NBB gibt dem Biogas Flüssiggas zu und hebt das Brennwertniveau so auf das Niveau im Netz an. Für die Steuerung und die permanente Überwachung dieses Systems nutzt die NBB sogenannte Kalorimeter und Prozess-Gaschromatographen. Über eine Gasdruckregel- oder Verdichteranlage wird auch der Druck des Biogases auf das Niveau des Netzdrucks angehoben. Die Druckerhöhung erfolgt mit ölgeschmierten Schraubenverdichtern oder mit  Kolbenverdichtern.

Für die Aufbereitung von Biogas und für seine Einspeisung ins Erdgasnetz gibt es umfangreiche technische und juristische Vorgaben, die streng kontrolliert werden. Die Betriebsdaten der Anlagen werden alle 72 Stunden vor Ort ermittelt und laufend protokolliert.

Biogas aus der Stadt

Die Biogasproduktion ist kein Privileg des ländlichen Raums - auch auf Berliner Stadtgebiet wird die klimaschonende Energie inzwischen hergestellt. Die Biogas-Erzeugungsanlage der Berliner Stadtreinigung (BSR) in Spandau ist
2013 in Betrieb gegangen und die erste ihrer Art in Deutschland, weil das dort produzierte Biogas ausschließlich aus Abfällen gewonnen wird, genauer gesagt: aus Bioabfällen, die von den Berliner Privathaushalten eingesammelt werden. Die NBB sorgt hier unter anderem für die Konditionierung des Biogases unter Zugabe von Flüssiggas, außerdem wird die Gasqualität kontinuierlich geprüft und gemessen, und natürlich erfolgt auch die Einspeisung in das von der NBB betriebene Berliner Gasnetz normgerecht entsprechend den technischen  Vorgaben der Deutschen Vereinigung des Gas-­ und Wasserfaches e.V. (DVGW).

Filmbeitrag: Biogasanlage der Berliner Stadtreinigung (BSR)

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