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Netzwerk-Lounge am 4. Juli 2017 zu den Themen „Energieausweise“ und „Sektorkopplung“
Im Rahmen eines kleineren Treffens vom NETZWERK ERDGAS haben sich Vertreter der Wohnungswirtschaft, Berater und Verbandsvertreter über Anforderungen und Modelle von Energieausweisen ausgetauscht, die spätestens 2019 in der „2. Generation“ ausgestellt sein müssen.

 Einschätzungen der organisierten Wohnungswirtschaft als auch der Privatvermieter zufolge hat das Instrument die Erwartungen als marktsteuerndes Informations- und Beratungsinstrument weitgehend verfehlt.

Energieausweis: bedarfsorientiert oder verbrauchsorientiert?

„Es interessiert die Mieter schlichtweg nicht“ so die exemplarische Einschätzung einer Vertreterin aus der Wohnungswirtschaft. Hinsichtlich der Frage des präferierten Modells – verbrauchs- oder bedarfsorientiert – wurde unisono der verbrauchsorientierte Energieausweis als Mittel der Wahl genannt. Hier sind allerdings - insbesondere bei Mehrfamilienhäusern mit dezentraler Beheizung (zum Beispiel bei der Gasetagenheizung) und Abrechnung - differenzierte Datenschutzanforderungen zu beachten. Diese können über eine Kooperation mit Gasnetzbetreibern gelöst werden, da diese in der Lage sind, anonymisierte Verbrauchswerte für die jeweiligen Gebäude bereitzustellen.
Seit Mai 2014 regelt die Energieeinsparverordnung (EnEV) die Pflicht zur Erstellung der Energieausweise. Die beiden Varianten (bedarfs- oder verbrauchsorientiert) sorgen nicht nur bei Mietern und Immobilienbesitzern für Verwirrung.

Worin liegt der Unterschied?

Liegen dem Immobilienbesitzer die Energieverbrauchswerte der letzten Jahre vor, kann er einen verbrauchsorientierten Energieausweis erstellen lassen. Liegen die Daten nicht vor, können diese bei der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG als Netzbetreiberin in Berlin und Brandenburg für die einzelnen Verbrauchsstellen angefordert werden. Anbieter zur Erstellung dieser Form der Ausweise lassen sich über das Internet finden.
Soll es der bedarfsorientierte Energieausweis sein, wird die Sachlage schon aufwändiger: Bei der Erstellung empfiehlt die Deutsche Energieagentur (dena) die Unterstützung zugelassener Energieberater. Diese bewerten den Energieverbrauch der Heizanlage und die Bausubstanz der Immobilie. Die auf den Energieausweis folgenden Modernisierungsempfehlungen der Energieberater werden von verschiedenen Institutionen zur Gewährung von Fördermitteln anerkannt.

Welche Chancen bietet die Sektorkopplung für die Wohnungswirtschaft?

Das vermeintliche Modethema „Sektorkopplung“ wurde im zweiten Teil der Netzwerk-Lounge auf seine wohnungswirtschaftliche Substanz hin abgeklopft. Zwei interessante Impulsvorträge stimmten den kleinen Teilnehmerkreis auf eine angeregte Diskussion ein, die Chancen und Risiken bei der integrierten Behandlung der Strom- und Wärmeversorgung und Mobilität beleuchtete.

 

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